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Kopfbild: Dg-505, CC BY 3.0, Wikimedia Commons

TuttlingenKultur & Freizeit

Tuttlingen: Gedenkwoche beginnt am 9. November mit Schülerlesung und Vortrag

Schwarzwald-Lupe-Redaktion

Tuttlinger Innenstadt
Symbolbild: Tuttlingen · Foto: Koppenländer at de.wikipedia, Public domain, via Wikimedia Commons (Datei)

Tuttlingen – Die Gedenkwoche „#tuttlingengedenkt“ beginnt am Montag, 9. November, offiziell mit einer Auftaktveranstaltung in der Aula der Gymnasien. Im Mittelpunkt des Auftakts stehen das Leben der Jenischen in Singen und die NS-Krankenmorde im Landkreis Tuttlingen. Das teilte die Stadt Tuttlingen mit.

Oberbürgermeister Michael Beck eröffnet die Veranstaltung. Danach tragen Jugendliche der Zeppelin-Realschule Singen ihre Lesung „Leben – Erinnern – Jenisch sein“. In einer Arbeitsgemeinschaft setzten sich die Jugendlichen mit Geschichte und Alltag der Jenischen in Singen auseinander. Ihre Lesung war schon am 27. Januar 2026 Teil der Gedenkstunde des baden-württembergischen Landtags.

Anschließend hält Kreisarchivar Nils Bambusch einen Vortrag zu den Krankenmorden der Nationalsozialisten und zu den Menschen aus dem Landkreis Tuttlingen, die ihnen zum Opfer fielen. Der Vortrag trägt den Titel „NS-‚Euthanasie‘-Verbrechen und die Opfer aus dem Landkreis Tuttlingen“. Für die Musik sorgt das Schulorchester des Immanuel-Kant-Gymnasiums.

Mit dabei sind Schülerinnen und Schüler der Wilhelmschule und der Schillerschule sowie der Hermann-Hesse-Realschule und der Ludwig-Uhland-Realschule. Außerdem nehmen die Fritz-Erler-Schule, die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, das Immanuel-Kant-Gymnasium und das Otto-Hahn-Gymnasium teil.

Weil so viele Schulklassen dabei sind, wird das Programm in einem ersten und einem zweiten Durchgang angeboten. Um 8.00 Uhr startet der erste Durchgang, um 10.30 Uhr folgt der zweite. Interessierte Bürgerinnen und Bürger dürfen ebenfalls kommen. Die Veranstaltung findet in der Aula der Gymnasien statt.

Knapp gesagt

  • Termin: Montag, 9. November
  • Beginn: 8.00 Uhr und 10.30 Uhr (je ein Durchgang)
  • Ort: Aula der Gymnasien
  • Die Veranstaltung ist öffentlich, und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zum Besuch eingeladen

Lesart

Das Programm verbindet die Geschichte einer verfolgten Minderheit mit dem Blick auf Opfer aus dem eigenen Landkreis. Das macht das Thema für junge Zuhörer greifbar. Schön ist, dass Jugendliche selbst vortragen und nicht nur zuhören. Für Bürger ist der Besuch möglich; zur Platzzahl macht die Mitteilung keine Angaben.

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