Lörrach – Der Bundestagsabgeordnete Stefan Glaser hat sich an der DHBW Lörrach über die künftige Entwicklung der Hochschule informiert. Das teilte die DHBW Lörrach mit. Glaser vertritt den Wahlkreis Lörrach–Müllheim. Im Mittelpunkt standen die strategische Ausrichtung mit Blick auf das Jahr 2027 sowie die Frage, welche gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung Bildung hat. Gesprächspartner waren der designierte Rektor Prof. Dr. Stefan Hess, Prodekan Prof. Dr. Jan Michael Olaf und Verwaltungsdirektorin Christine Schneider.
Glaser sagte: „Bildung ist für mich eine echte Herzensangelegenheit. Sie schafft Chancen, eröffnet Perspektiven und ist eine entscheidende Grundlage für die Zukunft unserer Gesellschaft.“
Standorte im Blick
Ein zentrales Thema war der Ausbau des bestehenden Campus in Lörrach und die Planung eines neuen Technikcampus in Weil am Rhein. Beide Vorhaben sollen gute Bedingungen für Studium und Lehre schaffen und die beiden Städte nachhaltig bereichern.
Der geplante Technikstandort in Weil am Rhein soll zusammen mit dem Studiengang Architektur entstehen und dem technischen Studium neue Möglichkeiten eröffnen. Am Lörracher Standort in der Hangstraße sollen laut Mitteilung vor allem Gesundheitsstudiengänge und die Betriebswirtschaftslehre Raum zur Entfaltung erhalten. Nach Darstellung der Hochschule schafft sie damit die Grundlage, ihr Studienangebot langfristig zu stärken.
Glaser begrüßte die Perspektiven der Hochschule und betonte, wie wichtig beide Standorte für die Region seien. Er sagte: „Eine starke Hochschule ist ein Gewinn für ganz Südbaden.“ Die Entwicklung der DHBW biete Chancen für das gesamte Dreiland.
Hess sagte, mit dem Ausbau in Lörrach und dem geplanten Technikcampus in Weil am Rhein stelle die Hochschule die Weichen für ihre Zukunft.
Fachkräfte für Baden-Württemberg
Hess verwies außerdem auf die Rolle der DHBW bei der Fachkräftesicherung. Nach seinen Worten vergibt die DHBW landesweit die meisten Bachelorabschlüsse pro Jahr. Damit trage sie wesentlich dazu bei, Fach- und Führungskräfte zu qualifizieren, und stärke den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Zum Abschluss dankten die Hochschulvertreter Glaser für den offenen und konstruktiven Dialog und sein Interesse an der DHBW Lörrach.
Faktenkasten
Die DHBW Lörrach gehört als Studienakademie zum Verbund der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Laut Wikipedia wurde die Hochschule 2009 gegründet, nachdem 1981 die Berufsakademie entstanden war. Die DHBW insgesamt wurde nach Angaben auf der Website der Lörracher Hochschule am 1. März 2009 gegründet.
Am Standort Lörrach studieren laut Hochschulwebsite über 2.000 Studierende. Die Hochschule bietet dort knapp 20 Studiengänge in den Bereichen Wirtschaft, Technik und Gesundheit an. Mit der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Université de Haute-Alsace führt sie nach eigenen Angaben trinationale Studiengänge durch.
Die Hochschule ist laut ihrer Website in drei Gebäudekomplexen untergebracht. In der Hangstraße sind die Studiengänge des Bereichs Technik und einige aus dem Bereich Wirtschaft zu finden. In der Marie-Curie-Straße sitzen Rektorat und Verwaltung. Der neueste Standort auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein beherbergt den Studiengang Architektur, dessen Räume seit November 2023 fertiggestellt sind.
Lesart
Die Mitteilung bleibt bei Absichten und freundlichen Worten. Wann der Technikcampus in Weil am Rhein entstehen soll und wie die Vorhaben finanziert werden, steht nicht darin. Für die Region ist das Thema dennoch wichtig, weil beide Städte als Hochschulstandorte davon betroffen wären.




