Schopfheim – Die Stadtbibliothek Schopfheim ist heller und freundlicher geworden. Von Ende Juni bis Mitte September wurde sie renoviert, die Stadt Schopfheim stellte dafür rund 150.000 Euro bereit. Wie die Stadt Schopfheim mitteilte, drehte sich die Maßnahme vor allem um eine neue Beleuchtung, frische Farbakzente sowie den Austausch wichtiger Teile der Elektroinstallation.
Die alte Beleuchtung genügte den heutigen Anforderungen nicht mehr. Sie brauchte vergleichsweise viel Energie und brachte die Architektur der Bibliothek kaum zur Geltung. Weil die Stadt die Beleuchtung in öffentlichen Gebäuden modernisieren will, kam auch die Bibliothek an die Reihe, erklärt Martina Milarch, Fachgruppenleiter Technisches Gebäudemanagement bei der Stadt.
Das Lichtkonzept entstand mit dem Schopfheimer Unternehmen Durlum. Für Produktentwickler Michael Brogle bestand die Aufgabe darin, funktionale Beleuchtung und architektonische Gestaltung miteinander zu verbinden. Das Licht soll ausreichend Helligkeit schaffen und die einzelnen Bereiche der Bibliothek besser hervorheben. Eingebaut wurden 85 Leuchteinsätze sowie zehn weitere Strahler. Die Elemente lassen sich digital ansteuern, verschiedene Beleuchtungszonen passen das Licht an die Bereiche an, und über eine Dimmfunktion lässt sich die Stimmung verändern.
Elektro Buck aus Rheinfelden setzte die Beleuchtung technisch um, baute weitere Teile der Elektroanlage neu auf und überarbeitete die Hauptverteilung. Für die Planung der Elektrotechnik war das Maulburger Planungsbüro EPS Flöss zuständig. Für die Elektroarbeiten gibt es Geld aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG Einzelmaßnahmen), rund 19.000 Euro.
Die Malerfirma Volpe aus dem Schopfheimer Ortsteil Wiechs strich die Wände und Decken im Gebäude sowie die Fassade am Eingang neu. Ein neuer Schriftzug neben dem Eingang soll die Bibliothek sichtbarer machen. Die zuvor eher sachlich und industriell wirkenden Räume erscheinen nun freundlicher.
Die Bibliothek dient Schülern zum Lernen, Erwachsenen zum Lesen und für die Weiterbildung, Familien und Kinder haben einen eigenen Bereich. Außerdem finden dort Lesungen und weitere Kulturveranstaltungen statt. Nach den Worten von Tanja Zimmermann, Leiterin der Fachgruppe Soziales, Kultur und Sport, wird die Einrichtung immer mehr als Ort zum Verweilen wertgeschätzt.
Der Bestand umfasst mehr als 40.000 Medien. 2025 wurden 118.525 Ausleihen registriert, besonders Kinder und Jugendliche nutzen das Angebot. Die Besucherzahl wächst seit mehreren Jahren. Dadurch werden die Flächen intensiv genutzt. Zimmermann und Milarch erklärten beim Pressegespräch, die Stadt müsse die räumliche Gestaltung in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Unterstützen soll dabei ein Raumkonzept, das auch auf lange Sicht trägt.
Als Perspektive nennt die Stadt das Open-Library-Konzept, mit dem Besuche auch dann möglich wären, wenn kein Personal vor Ort ist. Welche technischen, organisatorischen und sicherheitlichen Bedingungen dafür erfüllt sein müssen, soll die weitere Planung prüfen. Die Bibliothek besteht in Schopfheim seit den 1980er-Jahren.
Knapp gesagt
- Die Renovierung dauerte von Ende Juni bis Mitte September.
- Kosten: rund 150.000 Euro von der Stadt Schopfheim
- Förderung: ca. 19.000 Euro aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG Einzelmaßnahmen)
Faktenkasten
Die Stadtbibliothek gehört zur Stadt Schopfheim und stellt sich auf der Website der Stadt mit über 40.000 Medien vor. Laut Stadt stehen dort Medien bereit, die sich zum Nachschlagen, zum Lernen und Weiterkommen im Beruf oder auch für die freie Zeit und zur Unterhaltung nutzen lassen.
Dazu gibt es digitale Angebote: Über den Onlinekatalog lassen sich das Konto einsehen, Medien verlängern und der Bestand recherchieren. Zum Herunterladen gibt es E-Books und E-Audios, über Filmfriend lassen sich Filme und Serien streamen. Brockhaus online ist laut Stadt ein wöchentlich redaktionell aktualisiertes Lexikon.
Geöffnet ist die Bibliothek laut Stadt dienstags und donnerstags von 14.30 bis 18.00 Uhr sowie mittwochs, freitags und samstags von 10.00 bis 13.00 Uhr. Montags ist sie geschlossen.
Lesart
Die Renovierung zeigt, dass Bibliotheken heute mehr sind als Ausleihstellen. Für Besucher zählt vor allem, dass der Raum zum Bleiben einlädt. Die Mitteilung nennt noch kein Raumkonzept und keinen Zeitplan für Open Library. Offen bleibt, was konkret folgt.




