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Kopfbild: Adrian Thomale, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons

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Bad Krozingen löst Container-Kitas Am Rebberg und Löwenherz auf

Schwarzwald-Lupe-Redaktion

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Symbolbild: Bad Krozingen · Foto: Klemens Maier, CC0, via Wikimedia Commons (Datei · Lizenz)

Bad Krozingen – Die Stadt Bad Krozingen ordnet ihre Kinderbetreuung neu: Die Container-Kitas Am Rebberg und Löwenherz sollen als eigenständige Einrichtungen aufgelöst werden; angestrebt ist das Frühjahr 2027. Ihre Betreuungsangebote gehen in bestehende Kindertageseinrichtungen über. Das teilte die Stadt Bad Krozingen am 3. November 2026 mit.

Nach Angaben der Stadt hat sie in den vergangenen zehn Jahren erheblich in die Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur investiert. Weil der Bedarf über Jahre stieg, wurden Einrichtungen erweitert, Plätze geschaffen und zusätzlich temporäre Container-Einrichtungen gebaut. Sie sollten flexibel auf die Nachfrage reagieren und Bedarfsspitzen auffangen. Nun verändere sich der Betreuungsbedarf, deshalb sollen die ursprünglich als Übergangslösung gedachten Anlagen schrittweise zurückgebaut werden. Die Kapazitäten werden an den tatsächlichen Bedarf angepasst. Mit dem Rückbau der angemieteten Anlagen spart die Stadt künftig die Mietkosten.

Laut Oberbürgermeister Volker Kieber gilt: „Jetzt verändern sich die Rahmenbedingungen und damit auch die Anforderungen an unsere Kita-Landschaft.“ Nach Prüfung verschiedener Möglichkeiten sollen die Kinder aus beiden Kitas künftig in anderen bestehenden Einrichtungen betreut werden.

Bei der Kita Löwenherz sah die frühere Planung einen Neubau mit fünf Gruppen statt der Containeranlage vor. Inzwischen haben sich laut Stadt sowohl die Rahmenbedingungen auf Seiten der Uniklinik als auch die Grundlagen der damaligen Bedarfsprognose wesentlich verändert. Die Ausbauplanungen wurden überprüft und angepasst. Alle Beteiligten sollen im weiteren Verlauf informiert und mit einbezogen werden.

Im Vordergrund steht jetzt die Nutzung der vorhandenen Kapazitäten. Zusätzlich sollen besondere Angebote gestärkt werden: Die Stadt will in den Räumen der Wiegestube eine kleine integrativ ausgerichtete Kita betreiben, getragen von der Kommune.

Kita-Leitungen, Beschäftigte und Eltern hat die Stadt vorab unterrichtet. In den nächsten Monaten legt sie fest, welche Plätze es künftig gibt, wer wo arbeitet und wie die Abläufe aussehen. Die Bedürfnisse der Kinder und eine durchgehende Betreuung will sie dabei im Blick behalten. Ob das Ziel Frühjahr 2027 zu halten ist, hängt von weiteren Abstimmungen und den organisatorischen Voraussetzungen ab. Familien und Beschäftigte werden fortlaufend informiert.

Kieber sagte außerdem: „Gleichzeitig müssen wir verantwortungsvoll mit unseren räumlichen, personellen und finanziellen Ressourcen umgehen.“

Knapp gesagt

  • Von den Änderungen betroffen sind die Kitas Am Rebberg und Löwenherz.
  • Zielmarke für Auflösung und Integration der Kinder: Frühjahr 2027
  • Geplant: kleine integrative Kita der Stadt in den Räumen der Wiegestube

Faktenkasten

Nach eigener Darstellung handelt es sich bei der Kita Löwenherz um die städtische Kita für Beschäftigte des Universitäts-Herzzentrums in Bad Krozingen. Zwei Gruppen gehören zu ihr: Die Krippengruppe nimmt Kinder von 1 bis 3 Jahren auf, die Ü3-Gruppe betreut sie ab 3 Jahren bis zur Einschulung. Die Einrichtung befindet sich nach eigener Darstellung in Modulbauweise.

Die Kindertagesstätte Löwenherz liegt laut Übersicht der Stadt in der Kernstadt am Südring 15.

Derzeit gibt es in der Kita Am Rebberg laut eigenen Angaben zwei Gruppen: 22 Kinder besuchen die Ü3-Gruppe, 9 Kinder die U3-Gruppe. Als Träger nennt die Einrichtung die Stadt Bad Krozingen. Laut Übersicht der Stadt liegt sie im Ortsteil Schlatt.

Lesart

Die Stadt begründet den Schritt mit veränderten Rahmenbedingungen und spart Mietkosten. Für Eltern zählt vor allem, wohin ihre Kinder kommen und ob die Wege passen. Dazu nennt die Mitteilung noch nichts Konkretes. Entscheidend wird sein, wie früh die Familien die Zuordnung erfahren.

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