Offenburg – Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Offenburger Brachfeldstraße hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, einen Sachschaden von bisher rund 150.000 Euro verursacht. Das teilte das Polizeipräsidium Offenburg mit. Eine Bewohnerin erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Die Wohnung, in der es brannte, ist nicht mehr bewohnbar.
Gemeldet wurde das Feuer gegen 15:15 Uhr. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rückten aus. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich Öl in einer kurz unbeaufsichtigten Pfanne entzündet, was zunächst die Küche in Brand setzte. Zwischenzeitlich griff das Feuer auch auf weitere Wohnungen über. Die Feuerwehr musste weitere Bewohner evakuieren. Eine bettlägerige Person blieb in ihrer Wohnung und wurde dort durchgehend vom Rettungsdienst betreut.
Gegen 15:50 Uhr hatte die Feuerwehr das Feuer unter Kontrolle. Danach löschte sie es ab und belüftete das Gebäude. Die Frau aus der Brandwohnung wurde vom Rettungsdienst zur Abklärung und weiteren Versorgung ins nahe gelegene Klinikum gebracht. Die übrigen 18 Bewohner blieben unverletzt oder waren zum Brandzeitpunkt nicht zu Hause.
Die Bewohner der ausgebrannten Wohnung wurden von Bekannten aufgenommen. Die meisten anderen Hausbewohner durften nach Absprache mit der Feuerwehr in ihren Wohnungen bleiben oder suchten sich privat ein anderes Quartier. Wie hoch weitere Schäden durch Rauch oder Löschwasser sind, lässt sich laut Polizei noch nicht sagen.
Im Einsatz waren neben mehreren Polizeistreifen die Feuerwehr Offenburg mit zwei Löschzügen und rund 50 Wehrleuten, dazu fünf Besatzungen von Rettungswagen und zwei Notarztbesatzungen. Während der Löscharbeiten gab es im direkten Umfeld des Brandorts Brachfeldstraße/Hindenburgstraße Sperrungen, aber keine größeren Verkehrsbehinderungen. Die Ermittlungen zur Ursache sollen nach Ende der Löscharbeiten beginnen.
Lesart
Der Fall zeigt, wie schnell ein Moment der Unaufmerksamkeit am Herd großen Schaden anrichten kann. Glücklicherweise wurde niemand schwer verletzt. Offen bleibt, wie die Bewohner der unbewohnbaren Wohnung dauerhaft untergebracht werden und wie hoch der Gesamtschaden am Ende ausfällt.




