Villingen-Schwenningen – Niclas Hempel von den Schwenninger Wild Wings will sich bei der U20-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft Ende Dezember empfehlen. Der 19-jährige Verteidiger ist mit dem Team in Finnland und bestreitet dort drei Testspiele. Über seine Erfahrungen, die Lage bei den Wild Wings und seine Ziele sprach er in einem Interview, das die Schwenninger Wild Wings veröffentlicht haben.
Auftakt mit 1:7 gegen Finnland
Das erste der drei Testspiele ging mit 1:7 gegen Finnland verloren. Hempel berichtete von einem guten Start in den ersten zehn Minuten. Danach hätten unnötige Strafen das Spiel gekostet, er glaube, es seien vier Gegentore in Unterzahl gefallen. Auch im zweiten Drittel sei die Mannschaft wieder gut aus der Kabine gekommen, habe viel Scheibenbesitz gehabt und Druck gemacht. Dann folgten wieder Strafen und unglückliche Gegentore. Vor dem eigenen Tor habe das Team die Rebounds nicht gewonnen, die Scheiben seien immer wieder bei den Finnen gelandet. Daran wolle die Mannschaft in den nächsten Tagen arbeiten. Mit seiner eigenen Leistung sei er zufrieden, wisse aber, dass er in den nächsten Spielen noch zulegen müsse.
Zurück in Vierumäki
Der Ort des Lehrgangs, Vierumäki, ist für Hempel nicht neu: Er ist dort zum zweiten Mal. Mit der U16 war es seine erste Maßnahme im Ausland, hier habe für ihn mit der Nationalmannschaft alles angefangen. Seitdem sei das Team unter anderem in Edmonton und Dallas gewesen. Den Bundesadler auf der Brust zu tragen, nannte er eine „Riesenehre“ und ein großes Privileg.
Die U20-Weltmeisterschaft ist laut Hempel eines seiner größten Ziele in dieser Saison, er nennt sie die größte internationale Bühne im Nachwuchseishockey. Er wolle sich taktisch und individuell verbessern und in jedem Spiel alles geben. Dabei zu sein, wäre für ihn ein Traum.
Einsätze in Schwenningen
In den ersten Saisonwochen kam Hempel mehrfach in der PENNY DEL zum Einsatz, überwiegend als Stürmer, und sammelte in Ravensburg wichtige Spielminuten. Er sieht bei sich einen guten Schritt nach vorne: Der Sommer habe ihm gutgetan, und Erfahrungen aus der vergangenen Saison setze er bislang ganz gut um. Er wolle aber noch mehr. Dass er als gelernter Verteidiger auch im Sturm spielt, hilft ihm nach eigener Aussage, Situationen anders zu sehen und Abläufe besser zu verstehen. Als Verteidiger wisse er so eher, welchen Weg ein Stürmer nehmen wird, und könne die Scheibe entsprechend spielen. Gerade in seinem zweiten Jahr in der DEL bringe ihm das viel.
Die Wild Wings in der Tabelle
Sportlich verliefen die ersten Wochen für die Wild Wings nicht wie erhofft. Hempel sagte, er fühle sich in der Mannschaft sehr gut aufgehoben, die erfahrenen Spieler unterstützten ihn, wenn es nicht läuft, und genauso, wenn es gut läuft. Die Lage sei nicht einfach, das Team halte aber zusammen, arbeite im Training daran und spreche viel darüber, was besser werden muss. Zuletzt habe die Mannschaft wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Nun gelte es, in der Tabelle nach oben zu kommen. Seiner Meinung nach gehöre das Team nicht dorthin, wo es steht, denn es stecke deutlich mehr in ihm. Er wünscht sich einen besseren Rhythmus und weiterhin viel Unterstützung der Fans. Für sich selbst will er konstant gute Leistungen bringen, seine Standards halten und immer wieder erhöhen.




