Freiburg im Breisgau – Unternehmen aus der Region Freiburg können sich am Dienstag, 3. November, online darüber informieren, wie sie ukrainische Fachkräfte langfristig beschäftigen und im Betrieb einbinden. Wie die Stadt Freiburg im Breisgau mitteilte, richten die Kontaktstelle Frau und Beruf Südlicher Oberrhein und das Welcome Center die Einladung dazu aus.
Nach Angaben der Veranstalter bringen viele Zugewanderte aus der Ukraine gute Qualifikationen und Erfahrung aus ihrem Beruf mit. Von 10 bis 11 Uhr geht es zuerst um Rechtsfragen: Ein Anwalt erklärt, was bei einer dauerhaften Anstellung zu beachten ist. Danach erläutern Fachleute aus der Beratung, welches Potenzial ukrainische Fachkräfte für Unternehmen haben und mit welchen Maßnahmen sich die Integration am Arbeitsplatz fördern lässt.
Die Veranstaltung will Unternehmen mit praxisnahen Informationen dabei unterstützen, ukrainische Fachkräfte dauerhaft in den Arbeitsmarkt der Region einzubinden.
Knapp gesagt
- Termin: Dienstag, 3. November, von 10 bis 11 Uhr (online)
- Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich
- Wer sich anmelden oder mehr erfahren möchte, findet alles unter www.frauundberuf-bw.de/freiburg
Faktenkasten
Wer im Ausland einen Berufsabschluss erworben hat, braucht nach Angaben des Sozialministeriums Baden-Württemberg für reglementierte Berufe eine formale Anerkennung. Reglementierte Berufe sind demnach solche, die ohne Anerkennung rechtlich nicht ausgeübt werden dürfen, etwa bei Ärztinnen und Ärzten oder Pflegefachpersonen. Bei nicht reglementierten Berufen ist eine Anerkennung grundsätzlich nicht vorgeschrieben.
Auf die Prüfung besteht laut Ministerium ein Rechtsanspruch, unabhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus. Die Entscheidung über einen Antrag fällt meist binnen drei Monaten. Für Freiburg nennt das Ministerium ein Beratungszentrum für den Regierungsbezirk Freiburg in der Adelhauser Straße 8.
Beim Aufenthalt verweist das Bundesarbeitsministerium darauf, dass man Geld vom Jobcenter oder Sozialamt erhalten kann, wenn man bei der Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis beantragt hat. Das Welcome Center Südlicher Oberrhein berichtet, dass Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen das häufigste Thema der Anfragen von Unternehmen sind (42 Prozent).
Lesart
Für Betriebe, die ukrainische Beschäftigte haben oder suchen, bündelt der Termin rechtliche Fragen und Integrationspraxis in einer Stunde. Das ist knapp bemessen. Sinnvoll ist, vorab konkrete Fragen zum eigenen Betrieb zu sammeln. Die Mitteilung nennt weder Namen der Referenten noch den Ablauf der Anmeldung im Detail.




