Konstanz – Nach einem Unfall in der Singener Bahnhofstraße ermittelt die Polizei gegen einen 20 Jahre alten E-Scooter-Fahrer. Er soll am Donnerstagabend mit einem Auto zusammengestoßen und anschließend von der Unfallstelle geflüchtet sein. Das teilte das Polizeipräsidium Konstanz mit. Der Mann war mutmaßlich alkoholisiert und hatte wohl auch Drogen konsumiert.
Gegen 22:15 Uhr fuhr der 20-Jährige nach Angaben der Polizei zusammen mit einem ebenfalls 20 Jahre alten Mitfahrer auf dem Gehweg entgegen der Fahrtrichtung. Demnach bemerkte er an der Ausfahrt des Parkhauses „Postarkaden“ einen 39-jährigen Autofahrer nicht. Dieser verließ mit seinem BYD langsam das Parkhaus. Der Roller krachte in die Fahrzeugfront. Der Schaden beläuft sich auf rund 2.500 Euro.
Der Autofahrer wollte die Polizei rufen. Die beiden jungen Männer flüchteten anschließend von der Unfallstelle. Die Beamten leiteten sofort eine Fahndung ein und trafen kurz darauf auf beide. Sie saßen in einem Imbiss, der in der August-Ruf-Straße liegt. Den zurückgelassenen E-Scooter entdeckten die Einsatzkräfte im Stadtgebiet.
Bei einem Atemalkoholtest kam der 20-jährige Fahrer auf einen Wert von über 1,1 Promille. Außerdem gab es Hinweise darauf, dass er zuvor Cannabis konsumiert hatte. Die Ermittlungen gegen ihn laufen unter anderem wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung sowie wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort.
Lesart
Der Fall zeigt, dass für E-Scooter dieselben Regeln gelten wie für andere Fahrzeuge: Alkohol und Drogen haben am Lenker nichts zu suchen. Ob die Ermittlungen zu Strafen führen, entscheiden die Behörden. Gut, dass der Unfall offenbar glimpflich ausging; zu Verletzten nennt die Mitteilung nichts.




