Konstanz – Ein Feuer in einem Mülllagerbereich hat in der Nacht auf Sonntag, 01.11.2026, in der Schultheißstraße in Konstanz einen größeren Einsatz ausgelöst. 60 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, drei von ihnen kamen mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation ins Krankenhaus. Das teilte die Feuerwehr Konstanz mit.
Alarmiert wurde die Feuerwehr um 0:04 Uhr wegen eines gemeldeten Gebäudebrands. Im Einsatz waren zunächst die hauptamtliche Wache sowie die Abteilungen Altstadt und Petershausen. Vor Ort stellten die Kräfte das Feuer im Mülllagerbereich eines Mehrfamilienhauses fest. Es drohte, auf darüberliegende Wohnungen und angrenzende Geschäfte überzugreifen. Die Hitze hatte bei zwei Ladengeschäften bereits die Scheiben bersten lassen, beide Läden waren stark verraucht.
Wegen des Ausmaßes wurde die Alarmstufe umgehend auf B4 erhöht. Dadurch rückten zusätzlich die Sondereinheit Führungsunterstützung, die Abteilung Dettingen-Wallhausen und weiteres dienstfreies hauptamtliches Personal an. Ein Abrollbehälter Atemschutz kam mit der Abteilung Wollmatingen hinzu.
Die Feuerwehr griff das Feuer von zwei Seiten an, brachte es unter Kontrolle und löschte es. Gleichzeitig kontrollierten Einsatzkräfte die darüberliegenden Wohneinheiten über die Drehleiter und die Treppenräume.
Die 60 evakuierten Personen betreute zunächst der Rettungsdienst in einem Bus der Stadtwerke Konstanz. Die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner kamen anschließend in Notunterkünften unter.
Die Hitze beschädigte die darüberliegenden Gebäudeteile und ein angrenzendes Nachbargebäude stark. Vier Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar, die beiden betroffenen Geschäfte derzeit nicht nutzbar. Die Polizei ermittelt zur genauen Brandursache. Weitere Auskünfte zum Brandgeschehen gibt die Polizeidirektion Konstanz. Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz um 5:30 Uhr.
Knapp gesagt
- Alarmierung: Sonntag, 01.11.2026, 0:04 Uhr
- Einsatzende: 5:30 Uhr
- Ort: Schultheißstraße, Konstanz
- Auskünfte zum Brandgeschehen: Polizeidirektion Konstanz
Lesart
Die Mitteilung nennt Notunterkünfte für die Betroffenen, sagt aber nicht, wie lange die betroffenen Wohnungen und die Geschäfte unbenutzbar bleiben. Auch die Brandursache ist offen.




